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01.06.2003:
Die US-Verwaltung im Irak kündigt die Einsetzung eines 25-köpfigen Beratungsgremiums an. Es solle innerhalb der nächsten sechs Wochen aus Vertretern wichtiger politischer und ethnischer Gruppen gebildet werden. Seine Aufgabe sei die Beratung der Übergangsverwaltung. Damit hat die US-Verwaltung von ihrem ursprünglichen Plan Abstand genommen, eine irakische Nationalversammlung einzuberufen. Als Grund hierfür werden unerwartete Schwierigkeiten bei der Nachkriegsverwaltung des Landes angeführt.
In seiner Abschlusspredigt zum 1. Ökumenischen Kirchentag in Berlin spricht sich Karl Kardinal Lehmann, der Vorsitzende der katholischen Deutschen bischofskonferenz, für die Einhaltung des Völkerrechts aus. Der Bruch des internationalen Rechts dürfe hinterher nicht auch noch belohnt werden. Keinesfalls dürfe die Völkerrgemeinschaft das "Recht des Stärkeren" akzeptieren.
Zwölf prominente Regierungsvertreter aus Ländern der "3. Welt" treffen zum G8-Gipfel im französischen Evian ein. Sie mahnen: Wenn die weltweiten Armutsprobleme nicht gelöst werden, dann werden sich Drogenkonsum, Kriminalität und Terrorismus noch verschärfen.
Mehr als 100.000 Demonstranten haben sich rund um den Genfer See versammelt, um gegen den
G8-Gipfel in Evian
zu protestieren.
In Mali findet eine Gegenveranstaltung zum G8-Gipfel statt. Rudn 400 Delegierte aus zwölf afrikanischen Ländern, Haiti und Europa suchen nach praktischen Lösungen für eine wirksame Bekämpfung der Armut in Afika.
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02.06.2003:
Der Streitkräfteausschuss des US-Kongresses will Regierungs- und Geheimdienstdokumente über angebliche Massenvernichtungswaffen des Saddam-Regimes prüfen. Damit will er den Vorwurf klären, die Bush-Regierung habe ihre wahren Kriegsgründe vertuscht und die Öffentlichkeit belogen.
Am Genfer See debattieren die Regierungschefs der führenden acht Industrienationen über die Weltwirtschaft und Maßnahmen gegen die weltweite Rezession. Auf der Tagesordnung steht auch der Wiederaufbau des Irak.
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03.06.2003:
Der
G8-Gipfel in Evian
geht mit einer Selbstverpflichtung zu Ende, mehr gegen Krankheiten wie AIDS und Malaria zu unternehmen. Die entsprechenden Fonds werden aufgestockt.
In Madrid treffen sich die Außenminister der NATO-staaten zu ihrer Frühjahrstagung. Themen sind die Friedenssicherung in Afghanistan und im Irak sowie die neue Rolle der NATO im "Kampf gegen den Terrorismus". Die NATO unterstützt ihr Mitgliedsland Polen logistisch bei der Verwaltung seiner Besatzungszone im Irak.
Die Bundesrepublik prüft eine Entsendung deutscher Soldaten in den Kongo im Rahmen einer UN-Schutztruppe. Aufgabe der Bundeswehr könnten dort aber allein logistische oder medizinische Hilfeleistungen sein.
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04.06.2003:
Das Bundeskabinett beschließt eine Beteiligung der Bundeswehr an der Europäischen Eingreiftruppe für den Kongo. Die französiche Regierung hat ihr Kontingent für den UN-Blauhelmeinsatz in der kongolesischen Provinzhauptstadt Bunia bereits verstärkt. Bundesverteidigungsminister Peter Struck kündigte an, die Bundeswehr könne im Rahmen des UN-Einsatzes medizinische Hilfe leisten. Über Art und Dauer eines Bundeswehreinsatzes soll der Deutsche Bundestag am Freitag (6. Juni) entscheiden.
Militärexperten rechnen mit einem deutschen Kontingent von mindestens 300 Soldaten. Es wird voraussichtlich der gefährlichste Einsatz der Bundeswehr werden. Möglicherweise werden die UN-Truppen auf Kindersoldaten schießen müssen.
Der Auswärtige Ausschuss des britischen Unterhauses hat eine Parlamentsuntersuchung darüber beschlossen, ob Premierminister Toni Blair bei der Entscheidung für den Angriff auf den Irak das Parlament korrekt über die Kriegsgründe informiert hat. Kritiker - auch in seiner eigenen Partei - werfen Blair vor, er habe angebliche Informationen über Massenvernichtungswaffen im Irak wissentlich aufgebauscht.
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05.06.2003:
Zum Abschluss seiner Nahostreise besucht US-Präsident George W. Bush das Emirat Katar. Hier war während des Irak-Krieges das US-Oberkommando stationiert. 3.000 US-Soldaten jubeln ihrem Oberbefehlshaber zu. Er erklärt die Tatsache, dass im Irak bislang keine Massenvernichtungswaffen gefunden wurden, damit, dass Saddam Hussein sie versteckt habe. Aber die US-Truppen würden danach suchen. Die Zeit werde die Wahrheit ans Licht bringen.
Chefinspektor Hans Blix legt in New York dem UN-Sicherheitsrat seinen Abschlussbericht vor. Darin stellt er fest, dass die Waffeninspektoren keine Hinweise auf die Existenz von Massenvernichtungswaffen im Irak gefunden haben.
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06.06.2003:
Mohamed El-Baradei äußert seine tiefe Besornis über das Verschwinden radioaktiven Materials aus dem Atomkraftwerk Tuwaitha südlich von Bagdad. Der Direktor der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEO) in Wien vermutet, dass das nukleare Material bei Plünderungen entwendet worden sein könnte.
Der Bundesrat beschliesßt eine deutsche Beteiligung an der europäischen Schutztruppe für den Kongo. Wie der Beitrag der Bundeswehr aussehen soll, möchte das Parlament am 18. Juni beschließen.
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07.06.2003:
Bei einem Attentat werden in Kabul vier Bundeswehrsoldaten getötet und 29 verletzt. Sie waren in einem Bus unterwegs
vom deutschen Bundeswehrcamp zum Flughafen. Ein Taxi hatte die beiden Bundeswehr-Busse überholt und während des überholmanövers eine Autobombe gezündet.
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08.06.2003:
Die ersten 26
bei einem Attentat in Kabul verletzten deutschen Soldaten
treffen mit einem Lazarett-Airbus der Luftwaffe in Deutschland ein. Elf von ihnen landen in Köln-Wahn, die anderen verlassen den Airbus schon bei einer Zwischenlandung in Stuttgart. Sie werden auf mehrere Krankenhäuser verteilt.
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09.06.2003:
Drei weitere Verletzte aus Kabul treffen mit einer US-Maschine auf der Airbase Ramstein ein. Sie werden in das Militärlazarett Landstuhl gebracht.
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10.06.2003:
Die vier in Kabul getöteten Bundeswehrsoldaten werden nach Deutschland überführt. In Kabul und in Köln finden Trauerfeiern statt.
Die Bundeswehr will ihre Spürpanzer aus Kuwait abziehen. Sie waren dort im Rahmen des Kampfes gegen den Terrorismus "Enduring Freedom" stationiert worden. Die letzten 60 von einstmals 200 Soldaten und die ABC-Spürpanzer sollen in den kommenden Wochen in die Bundesrepublik zurückverlegt werden.
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11.06.2003:
Bei den Feiern zum zehnjährigen Bestehen des Marshall Center in Garmisch-Partenkirchen treffen sich Bundesverteidigungsminister Peter Struck und sein amerikanischer Amtskolege Donald L. Rumsfeld. Der US-MInister erklärt, die deutsch-maerikanischen Beziehungen befänden sich auf dem Wege der Besserung.
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12.06.2003:
US-Truppen greifen angebliche Ausbildungslager von Terroristen 150 Kilometer nördlich von Bagdad an. In der Stadt Duluja kommt es zu Feuergefechten zwischen alliierten Truppen und Irakern. Dabei werden mehrere Iraker getötet und einige US-Soldaten verletzt. Ein US-Hubschrauber wird abgeschossen. Die beiden Piloten werden von Kameraden unverletzt geborgen.
Im Süden stürzt ein US-Kampfjet ab. Der Pilot kann sich retten, wird dabei aber verletzt.
Die NATO-Verteidigungsminister beschließen in Brüssel die Aufstellung einer gemeinsamen Eingreiftruppe. Sie soll innerhalb von fünf Tagen an jedem Ort der Welt einsatzbereit sein. Ihre Aufgabe sei vor allem die BekÄmpfung des internationalen Terrorismus. Deutschland will dabei von Anfang an mitmachen.
Donald L. Rumsfeld fordert die belgische Regierung auf, das Strafrecht zu ändern. Könnten in Belgien Straftaten amerikanischer Soldaten oder Politiker verfolgt werden, die außerhalb Belgiens verübt wurden, dann müsse die NATO überlegen, ihren Sitz in ein anderes Land zu verlegen.
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14.06.2003:
Im Irak läuft das Ultimatum der Besatzungsmächte ab, wonach alle Waffen bis zum Samstag (14. JUni) abgegeben sein müssen. Wer danach noch mit Waffen angetroffen wird, muss mit empfindlichen Strafen rechnen.
Die Zeitung veröffentlicht ein Schreiben, das angeblich von Saddam Huessein stammt. Es ruft alle &Ungläubigen" auf, den Irak bis zum 12. Juni zu verlassen. Danach könne niemand für ihr Überleben garantieren.
Zum Abschied seines Besuchs in den USA erklärt Bundesinnenminister Otto Schily, die Bundesregierung wolle beim Wiederaufbau des Irak helfen. Er habe die Mitwirkung des Technischen Hilfswerks (THW) bei der Wiederherstellugn der Infrastruktur, insbesondere der Wasserversorgung, angeboten. Diese Offerte hätten seine Gesprächspartner "mit Interesse zur Kenntnis genommen".
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15.06.2003:
Mehr als 1.000 US-Soldaten haben in der nordirakischen Stadt Faluja eine großangelegte Razzia durchgeführt. Dabei haben sie sieben Iraker verhaftet. Ziel der Durchsuchungsaktion in mehreren irakischen Städten waren nicht
rechtzeitig abgegebene Waffen.
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17.06.2003:
Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEO) in Wien fordert die iranische Regierung auf, unangemeldete Kontrollen ihrer Atomanlagen zuzulassen. Die Regierung ihrerseits erklärt ihre Bereitschaft dazu, wenn die internationale Gemeinschaft ihr technische Unterstützung bei der Weiterentwicklung der Atomkraftwerke im Irak zusichere.
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18.06.2003:
Der Deutsche Bundestag beschließt einen Einsatz der Bundeswehr im Rahmen der europäischen Eingreiftruppe für den Kongo. Bis zu 350 Bundeswehr-Soldaten sollen medizinische und logistische Unterstützung der Kampftruppen leisten. Den Kongo sollen sie jedoch nur in Notfällen betreten.
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19.06.2003:
US-Truppen haben General Abid Hamid Mahmud al Tikriti festgenommen. Die Verhaftung des engen Vertrauten von Ex-Staatschef Saddam Hussein sei bereits vor drei Tagen erfolgt, teilte die US-Regierung mit. Tikriti war Saddams Privatsekretär . Auf der Fahndungsliste der US-Truppen stand sein Name an vierter Stelle.
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20.06.2003:
Zunehmend geraten die alliierten Truppen im Irak unter Kritik. Eine Gruppe, die sich "Nationale Fedaillin Front" nennt, hat zum Widerstand gegen die Besatzung aufgerufen. Seit dem
offiziellen Kriegsende am 1. Mai
wurden 16 US-Soldaten im Irak getötet.
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21.06.2003:
Nach Aussage seines ehemaligen
Privatsekretärs Abid Hamid Mahmud al Tikriti
hält sich Saddam Hussein immer noch im Irak auf. Das habe der General nach seiner Gefangennahme mitgeteilt. Auch Saddams Söhne Kusai und Udai seien noch am leben.
"Nahezu das gesamte
nukleare Material", das aus der Atomanlage Tuwaitha verschwunden war, ist nach einem Bericht der Zeitschrift "Science" wieder aufgetaucht. Das habe eine Inspektion der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEO) ergeben.
Eine rasche Verbesserung der wirtschaftlichen und sozialen Lage der irakischen Bevölkerung hat Bundespräsident Johannes Rau beim Weltwirtschaftsforum in Jordanien gefordert. Rund 1.000 Politiker und Wirtschaftsexperten beraten über die Situation der arabischen Länder nach dem Irak-Krieg und den Wiederaufbau des Irak. Bundesaußenminister Joschka Fischer erklärte, Redewendungen von einer "Verteilung des irakischen Kuchens" seien falsch. Bei der Konferenz soll nach Angaben ihrer Veranstalter aber auch über die Auftragsvergabe für den Wiederaufbau des Irak verhandelt werden.
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22.06.2003:
140 Kilometer nordwestlich von Bagdad explodiert eine Öl-Pipeline. Der US-Nachrichtensender CNN zitiert das irakische Ölministerium mit der Vermutung, es handele sich um Sabotage. Die Pipeline diente zur Versorgung einer Erdölraffinerie. Es war nicht der erste Anschlag auf die Ölversorgung des Irak. Sie sollte am Sonntag (22. Juni) wieder anlaufen.
Paul Bremer kündigt die Aufstellung einer irakischen Armee an. In 14 Tagen will der US-Beauftragte für den Wiederaufbau des Irak mit der Rekrutierung der Soldaten beginnen. Sie sollen die Außengrenzen des Landes schützen.
Die Londoner sonntagszeitung "Observer" berichtet von einem US-Raketenangriff auf einen Fahrzeugkonvoi, in dem Saddam Hussein vermutet wurde. Der Angriff mit "Hellfire"-Raketen habe sich am Mitwoch (18. Juni) im Westen des Irak nahe der Grenze zu Syrien ereignet. Er sei aufgrund eines abgehörten Telefonats erfolgt. Ziel waren vier allradgetriebene Luxusfahrzeuge. Experten untersuchten nun die "menschlichen Überreste" mit Hilfe von DNA-Analysen auf ihre Identität.
Beim Weltwirtschatfsforum in Jordanien bekundet Bundesaußenminister die Bereitschaft Deutschland, beim Wiederaufbau des Irak mitzuhelfen und humanitäre Hilfe zu leisten.
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23.06.2003:
Bei dem
Angriff der US-Task-Force 20 auf einen Fahrzeugkonvoi
nahe der irakisch-syrischen Grenze ist es am Mittwoch (18. Juni) zu einem Feuergefecht zwischen US-Soldaten und syrischen Grenztruppen gekommen. Die verletzten syrischen Soldaten werden in einem US-Lazarett behandelt. Den Hinweis auf den Fahrzeugkonvoi verdankt die US-Regierung dem am Montag (16. Juni) verhafteten General Abid Hamid Mahmud al Tikriti. In dem Fahrzeugkonvoi hätte sich ein hochrangiges Mitglied der ehemaligen irakischen Regierung befunden. Die Identität der Opfer des Raketenangriffs werde noch anhand genetischer Untersuchungen überprüft.
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24.06.2003:
Die UnO beschließt;t, im Oktober eine Geberkonferenz zur Finanzierung des Wiederaufbaus im Irak abzuhalten. 52 Staaten wollen sich daran beteiligen. Gemeinsam vertreten sie die Auffassung, dass der Wiederaufbau des Irak allein aus Erlösen aus dem Erdölverkauf nicht finanziert werden könne.
Die US-Regierung fordert die anderen Staaten auf, irakische Privatguthaben zu beschlagnahmen und dem Wiederaufbau des Landes zuzuführen. US-Banken haben 600 Millionen US-Dollar von Konten ehemaliger irakischer Spitzenfunktionäre eingezogen.
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25.06.2003:
Beim bisher folgenschwersten Angriff auf alliierte Verbände seit dem
offiziellen Kriegsende am 1. Mai
sind am Dienstag (24. Juni) sechs britische Soldaten getötet worden. Bei den Opfern handelt es sich nach Angaben von Verteidigungsminister Geoffrey Hoon um Angehörige der Militärpolizei. Sie seien zur Ausbildung einheimischer Polizeikräfte in den Irak entsandt worden. Wie in London weiter mitgeteilt wurde, starben sie nach einem Zwischenfall auf einer Polizeistation nahe der südirakischen Stadt Al-Amarah.
Bei einem Feuergefecht mit Irakern wurden nur wenige Kilometer entfernt acht britische Fallschirmjäger verletzt.
- In der Region Barwanah nordwestlich von Bagdad ist nach Berichten des Fernsehsenders El Dschasira erneut eine ölpipeline explodiert.
Unbestätigten Gerüchten zufolge sollen US-Truppen in Bagdad den ehemaligen irakischen Informationsminister Mohamed Said al Sahhaf festgenommen haben. Eine Bestätigung dafür gibt es nicht.
Die US-Notenbank senkt den Leitzins um 0,25 Prozent auf 1,25 Prozent. Grund ist die anhaltende Konjunturschwäche. Der nach dem
Ende des Irak-Krieges
erwartete Wirtschaftsaufschwung ist nicht eingetreten.
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26.06.2003:
Der frühere Informationsminister Mohamed Said al Sahhaf hat sich in Bagdad selbst den US-Truppen gestellt. Nach einem Verhör sei er wieder freigelassen worden. Das meldet die Fernsehstation "Al Arabia", die ein Interview mit ihm aufgezeichnet hat.
Der Terrorismus-Ausschuss der UNO hat keine Beweise für eine Unterstützung des Terror-Netzwerks Al Quaida durch die frühere irakische Regierung gefunden. Das geht aus einem Untersuchungsbericht des Ausschusses hervor, den die UNO in New York veröffentlicht hat. Vor dem
Kriegsbeginn
hatte US-Außenminister Collin Powell behauptet, Sddam Hussein lasse ein hochrangiges Führugnsmitglied von Al Quaida vom Irak aus operieren.
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27.06.2003:
Eine Expertenkommission der US-Regierung reist in den Irak, um die Besatzungspolitik zu überprüfen. Das berichtet die britische "Financial Times". An der Besatzungspolitik hatte es in der Vergangenheit heftige Kritik gegeben. Außerdem kam es immer wider zu Demonstrationen dagegen sowie zu Angriffen auf Besatzungstruppen. Deswegen soll die Kommission Strategien für die künftige Besatzungspolitik entwickeln.
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28.06.2003:
Bei einem Angriff wird im Irak ein US-Soldat getötet. Vier weitere werden verletzt. Sie waren im Norden Bagdads stationiert.
Seit dem
offiziellen Kriegsende am 1. Mai
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sind im Irak bereits 22 amerikanische und
sechs britische Soldaten getötet worden.
Nach einem Bericht der "Bild am Sonntag" ist der ungepanzerte Wagen des deutschen Geschäftsträgers im Irak Illner in Bagdad von Unbekannten beschossen worden. Begleitschützer der GSG 9 hätten das Feuer erwidert und die Angreifer so vertrieben. Der Vorfall habe sich bereits vor einer Woche ereignet.
US-Zivilverwalter Paul Bremer erklärt, derzeit bestehe keine Möglichkeit, den Irak vor dem Einsickern von Militionären zu schützen. Er wolle jedoch eine Grenztruppe aufstellen, die die hunderte von Kilometern in Wüstengebiet sichern solle. Bremer beschuldigte das Nachbarland Iran, die Verhältnisse im Irak zu destabilisieren.
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29.06.2003:
Die US-Truppen starten im Morgengrauen eine großangelegte Razzia im Nordirak.
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30.06.2003:
Mehrere tausend US-Soldaten führen im Nordirak zwischen Bagdad und Tikrit im Rahmen der Aktion "Klapperschlange" eine
Großrazzia durch.
Mit Panzern bewaffnet, durchsuchen sie Bauernhöfe und Dörfer. Sie verhaften 30 Funktionäre der Baath-Partei. Mit der Aktion "Klapperschlange" reagieren die US-Truppen auf vermehrte Angriffe.
Zivilverwalter Paul Bremer erklärt, der Irak werde erst zur Ruhe kommen, wenn Saddam Hussein getötet oder verhaftet sei. Er sei ein Symbol für den Widerstand gegen die US-Besatzung.
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