Schon sechs Tage nach Beginn des Kosovo-Kriegs haben sich verschiedene Marburger Organisationen und Gruppen sowie Einzelpersonen am 30. März 1999 zur
Marburger Friedensinitiative "Nein zum Krieg!" zusammengeschlossen. Das Spektrum reicht dabei vom
Deutschen Gewerkschaftsbund
(DGB) über die
Deutsche Friedensgesellschaft/Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen
(DFG-VK) und die
Humanistische Union
(HU) bis zum
Evangelischen Kirchenkreis Marburg-Stadt.
Seit 1999 hat die Friedensinitiative zahlreiche Aktionen durchgeführt.
Während des Kosovo-Kriegs veranstaltete sie jeden Montag um 17.30 Uhr eine Schweigedemonstration vom Gedenkstein für die ehemalige Synagoge
an der Universitätsstraße zum Philippshaus, wo um 17.30 Uhr eine Mahnwache und anschließend ein ökumenisches Friedensgebet stattfanden.
Außerdem hat die Initiative am 3. und 17. April sowie am 29. Mai 1999 Demonstrationszüge durch Marburgveranstaltet.
Ihre Forderung nach einem sofortigen Stop der Bombardierung Jugoslawiens hat die Initiative im
Marburger Aufruf "Nein zum Krieg"
zusammengefasst und in zahlreichen öffentlichen veranstaltungen diskutiert.
Höhepunkt war dabei die Konferenz
Nach dem Krieg ist vor dem Krieg
am 28. August 1999.
Bereits im Vorfeld des
Irak-Kriegs
hat die Friedensinitiative Protestaktionen gegen den Angriff auf das Land zwischen Euphrat und Tigris organisiert.